Geburtsberichte

Auf dieser Seite werden Berichte von Frauen zur Verfügung gestellt, die seit den erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen in einer der Geburtskliniken in Heidelberg ihr Kind geboren haben.

Wie haben Frauen die Geburt erlebt? Lief „trotz Corona“ alles gut? Was könnte besser laufen? Worauf sollten Eltern unbedingt achten, wenn in naher Zukunft eine Geburt in einer der Kliniken ansteht?

Hier geht es darum, aus Erfahrungen zu lernen – und hoffentlich zu sehen, dass auch in Zeiten von Corona Geburten gut betreut werden können.

Geburtsbericht von Löwenmama (erhalten im März 2021)

„Als wir um 1 Uhr in der Nacht in der Klinik St. Elisabeth ankamen, warteten wir mit einem anderen Paar zusammen vor dem Kreißsaal. Nach ca. 30 Minuten wurde ich an das Ctg angeschlossen, dieses zeigte keine Wehen an. Als aber der Befund Geburtsreif war, durften wir bleiben und haben das letzten verfügbare Familienzimmer erhalten. Ich und mein Partner haben ein Schnelltest und ich zusätzlich noch ein PCR Test gemacht. Nachdem die Schnelltests negativ ausfielen durften wir weiterhin im Raum warten und wurden zeitnah auf unser Zimmer gebracht. Immer wenn die Hebammen/ Stationspflegerinnen in unser Zimmer kamen, mussten wir eine Maske aufziehen. Insgesamt wurde häufig nach uns geschaut, eine Maske sollte aber immer direkt parat liegen. Alle drei Stunden ging es für mich zum Wehenschreiber. Da durfte ich auch meine Maske abnehmen, wenn niemand im Raum war. Nachdem festgestellt wurde, dass ich eine Wehenschwäche hatte, wurde ich nach guter Beratung und Aufklärung in den Kreißsaal zum Einleiten gebracht. Ich durfte ganze 8,5 Stunden im Kreißsaal verbringen, mich ausruhen und geduldig auf den Beginn der Geburt warten. Mein Partner durfte überall mit und als es dann hieß , dass der MuMu komplett offen ist und meine Fruchtblase platze, erinnerte mich die sehr nette Hebamme daran, dass ich ab jetzt die Maske nicht mehr aufsetzen brauche. Unter der Geburt war ich also mit Partner und Hebamme im Raum, Corona war da (zum Glück) kein Thema. Nach 30 Minuten war der kleine Mann dann auch schon da. Als ich genäht wurde und auf die Mutter- Kind Station kam, durfte ich die Maske auch aus lassen. Es wurde sich sehr um mein Wohlbefinden gekümmert und stark abgewägt, was am wichtigsten ist. Auch die ersten Tage mit Baby durfte mein Partner dank des Familienzimmers mit mir in der Klinik erleben. Dazu muss erwähnt werden, dass er die Klinik nicht hätte verlassen dürfen. Hätte er das gemacht, wäre er nicht mehr rein gekommen. Insgesamt war die Geburt jedoch eine tolle Erfahrung und ich habe mich durch Corona nicht eingeschränkt gefühlt.“